Am 10.05.2018 (Vatertag) machten wir uns wieder einmal auf den langen Weg zu unseren Freunden nach Bédarieux/Südfrankreich. Die ersten Fahrtstunden vergingen wie im Flug bei dem einen oder anderen gemütlichen Bier und einem Schwätzchen mit den Musikkameraden. In Bédarieux wurden wir von unseren Freunden herzlich im Probelokal empfangen. Nach einem kleinen Aperitif ging jeder mit der zugeteilten Gastfamilie nach Hause, wo man bei einem Abendessen den Abend ausklingen lassen konnte.

Ausgeruht und voller Tatendrang ging es am Freitagmorgen zu einer Führung durch eine Weinkellerei in der Nähe von Bédarieux. Das „Caveau des Schistes“ in Laurens wurde 1979 von Winzern des Weinguts Laurens gegründet, welches 2008 dann vom Weingut Crus Faugères übernommen wurde. Die Weinkellerei „Les Crus Faugères“, die alle Faugérois-Genossenschaften zusammenbringt, bewirtschaftet insgesamt ca. 100 Hektar Weinberge und produziert 4 Millionen Flaschen Wein pro Jahr. Nach der Besichtigung hatten wir im Verkaufsladen die Möglichkeit die Weine ausgiebig zu kosten und natürlich auch für den Verzehr zu Hause einzukaufen.

Zum Mittagessen gab es eine sehr leckere Nudel-Paella (Fideuá), die wir vor dem Glockenmuseum in Hérépian verputzten. Bei der anschließenden Führung durch das Museum lernten wir einiges Wissenswertes über die historische Herstellung von Glocken – angefangen von einfachen Blechschellen bis zu aufwändig gegossenen Kirchenglocken.

Nach der Führung ging es zurück in die Gastfamilie zur kurzen Erfrischung um gleich danach wieder zurück nach Hérépian zum Konzert zu fahren. Nach einer kleinen Einspielprobe wurden wir sehr freundlich von der Stadt Hérépian (Bürgermeister Jean-Louis Lafaurie) empfangen und zum Abendessen eingeladen. Frisch gestärkt gestalteten wir zusammen mit der Harmonie Bédaricienne einen gemeinsamen Konzertabend in der Festhalle (Salle Polyvalente Marcel Pagnol) in Hérépian. Nachdem die Harmonie den ersten Konzertteil gespielt hatte, übernahmen wir die Bühne und unterhielten die französischen Gästen mit Märschen, Polkas und auch modernen Stücken. Zum Abschluss des Konzerts spielten wir zwei gemeinsame Stücke mit den französischen Freunden.

Der Samstag begann früh, und wir machten uns mit dem Bus auf den ca.120 km langen Weg nach Le Grau du Roi, einer Stadt direkt am Meer. Dort fand an eine Regatta der Fischer statt (Le Défi des Ports de Pêche) und wir unterhielten die zahlreichen Touristen mit französischer und deutscher Musik an verschiedenen Orten entlang der Uferpromenade. Wir spielten als eine gemeinsame Musikgruppe mit ca. 60 Musikern zusammen mit der Harmonie und einigen Musikanten aus Le Grau du Roi.  Eric Turquay war unser musikalischer Leiter und versuchte mit seinen Trompeteneinsätzen die ganze Truppe zusammenzuhalten. Eric lebt in Le Grau du Roi und ist Profitrompeter in einer Salsaband (http://salsafon.com). Eine ganz neue Erfahrung für uns war das Spielen auf einem Katamaran, auf dem wir in einen Kanal einfuhren und die Besucher an beiden Uferseiten mit Musik vom Deck aus unterhielten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen spielten wir nochmals an verschiedenen Plätzen an der Promenade, bevor wir am Abend noch die Abschlusszeremonie der Regatta direkt am Strand musikalisch umrahmten. Während der Regatta wurde von den Fischern und Handwerkern ein kleines Segelboot in traditioneller Bauweise gebaut, welches am Abend getauft und zu Wasser gelassen wurde. Zum Abschluss waren wir noch kurz in der Stadt unterwegs, die meisten ließen sich noch frisch gefangenen Fisch in einem der zahlreichen Restaurants schmecken.

Der Sonntagvormittag war ohne Programm und wir trafen uns zum gemeinsamen Mittagessen im Saal unter dem Proberaum. Es war bereits fast an der Zeit sich zu verabschieden und nach dem Aperitif bedankten wir uns bei den Gastfamilien mit einem kleinen Standkonzert. Bevor das Mittagessen aufgetischt wurde, tauschten wir mit den französischen Freunden unsere Geschenke aus. Von unserer Seite gab es in diesem Jahr einen Bierstiefel mit einer Gravur zur Erinnerung an unseren Besuch. Natürlich kann man dieses Geschenk nicht trocken übergeben. Aus Bédarieux wurden wir wieder einmal reichlich mit Wein beschenkt. Als besonderes Geschenk kam in diesem Jahr eine 12 Literflasche (!!) Rotwein und ein Gemälde von einem Künstler aus Bédarieux dazu. Das Bild zeigt zwei Zebras – Socrate erklärte uns bei der Übergabe, dass die beiden Tiere die beiden Kapellen aus Frankreich und Deutschland darstellen, welche sich nur alle zwei bis drei Jahre „paaren“. Wir werden bestimmt einen Platz für das Bild in unserem Proberaum finden. Um 17.30 Uhr begannen wir den Bus zu beladen und nach der Verabschiedung machten wir uns auf die Rückreise.

Wir haben wieder einmal drei wunderbare Tage in Südfrankreich verbracht und möchten uns nochmals ganz herzlich bei unseren Freunden der „Harmonie Bedaricienne“ und natürlich auch bei den Gastfamilien bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen, und hoffen, dass diese Freundschaft über diese weite Entfernung noch lange Bestand hat.


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